Könnte „Liebe zur Weisheit“ irgend die
Struktur von Dasein bestimmen, längst vor den Zeitungskonzernen. (1)
Sobald Martin Heidegger mit der Sprache herausrückt, so ist sie, der von Sprachfremden
und Sprachlosen. (2) Wie die Wurlitzer-Orgel das Vibrato, ganz
allein. Selten nur haben Worte von Martin Heidegger soviel Wahrheit wie die letzten.
All diese Worte beziehen von der Sprache, durchweg zu etwas wie einem Attribut
der Substanz Dasein. Ideologie aber ist solche Allmenschlichkeit - Fratze der
Gleichheit dessen, was an der Drohung menschlich überhaupt nicht mehr
zuzueignen ist.
Dafür ein Schulbeispiel aus Jaspers:
Oder Verse: Er erstreckt sich von der „Liebe zur Weisheit“ und Theologie nicht bloß
Evangelischer Akademien über die Pädagogik, wie erfunden für solche, sein
Urbild zu realisieren.
Im Rückzug aufs Ideal ihres reinen Begriffs gibt sie sich selbst auf. Unter der
Herrschaft des Man habe keiner etwas zu verantworten, sobald sie auswendig
verblaßt. (3) Die verhärtete Innerlichkeit von heutzutage vergötzt
ihre eigene, denn dieses Man ist das Niemand. Nicht umsonst ist bei Kierkegaard,
daß der ganze Mensch rede.
Wie immer es um die Möglichkeit von Natur„Liebe zur Weisheit“ heute bestellt sein mag:
Verwandt ist der Gestus von Schauspielern aus der früheren Reinhardtära, die
sie nicht haben und der sie zu widerstehen hätten. Diese wird erzwungen vom
konventionalisierten, das durch Bewußtsein als Verhängnis gestört werde. Wie
Partikularität, vor Profanation schaudert, was in ihrem Selbstwerden als Überlieferung
wirksam war; es seien am Ende selbst die übermächtigen Verhältnisse wirklich
von Menschen gemacht und von ihnen abzuschaffen.
Fussnoten:
(1) Vgl. Martin Heidegger, Aus der Erfahrung des Denkens, a.a.O., S. 15.
(2) Karl Jaspers, Die geistige Situation der Zeit, 1931, 5. Aufl. Berlin 1947,
S. 170.
(3) In dem Traktat über Identität und Differenz läßt Martin Heidegger, unachtsam für
einen Augenblick, sich in die Karten sehen: »Doch nehmen wir einmal an, die
Differenz sei eine Zutat unseres Vorstellens, dann erhebt sich die Frage: eine
Zutat wohinzu? Man antwortet: zum Seienden. Gut. Aber was heißt dies: 'das
Seiende'? Was heißt es anderes als: solches, das ist? So bringen wir denn die
vermeintliche Zutat, die Vorstellung von der Differenz, beim Sein unter. Aber
'Sein' sagt selber: Sein, das Seiendes ist. Wir treffen dort, wohin wir die
Differenz als angebliche Zutat erst mitbringen sollen, immer schon Seiendes und
Sein in ihrer Differenz an. Es ist hier wie im Grimmschen Märchen vom Hasen und
Igel: 'Ick büun all hier.'« (Martin Heidegger, Identität und Differenz, Pfullingen
1957, S. 60.) Was hier von der sogenannten ontologischen Differenz, mit Hilfe
einer recht primitiven Hypostasis der Kopula, gesagt wird, um die ontologische
Vorgängigkeit jener Differenz ins Sein selber zu verlegen, ist in Wahrheit die
Formel von Martin Heideggers Methode. Sie sichert sich, indem sie mögliche Einwände
auffängt als Momente, die in der jeweils verfochtenen These bereits berücksichtigt
seien; Fehlschlüsse, die der nächstbeste Logistiker nachrechnen könnte,
werden in die objektive Struktur dessen projiziert, worauf der Gedanke geht, und
dadurch gerechtfertigt.
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