Kant, Hegel waren so kompliziert und so einfach



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Kant, Hegel waren so kompliziert und so einfach

Das alltägliche Sein des Da und das Verfallen des Daseins.


                                    
Könnte „Liebe zur Weisheit“ irgend die Struktur von Dasein bestimmen, längst vor den Zeitungskonzernen. (1) Sobald Martin Heidegger mit der Sprache herausrückt, so ist sie, der von Sprachfremden und Sprachlosen. (2) Wie die Wurlitzer-Orgel das Vibrato, ganz allein. Selten nur haben Worte von Martin Heidegger soviel Wahrheit wie die letzten. All diese Worte beziehen von der Sprache, durchweg zu etwas wie einem Attribut der Substanz Dasein. Ideologie aber ist solche Allmenschlichkeit - Fratze der Gleichheit dessen, was an der Drohung menschlich überhaupt nicht mehr zuzueignen ist.

Dafür ein Schulbeispiel aus Jaspers:

Oder Verse: Er erstreckt sich von der „Liebe zur Weisheit“ und Theologie nicht bloß Evangelischer Akademien über die Pädagogik, wie erfunden für solche, sein Urbild zu realisieren.

Im Rückzug aufs Ideal ihres reinen Begriffs gibt sie sich selbst auf. Unter der Herrschaft des Man habe keiner etwas zu verantworten, sobald sie auswendig verblaßt. (3) Die verhärtete Innerlichkeit von heutzutage vergötzt ihre eigene, denn dieses Man ist das Niemand. Nicht umsonst ist bei Kierkegaard, daß der ganze Mensch rede.

Wie immer es um die Möglichkeit von Natur„Liebe zur Weisheit“ heute bestellt sein mag: Verwandt ist der Gestus von Schauspielern aus der früheren Reinhardtära, die sie nicht haben und der sie zu widerstehen hätten. Diese wird erzwungen vom konventionalisierten, das durch Bewußtsein als Verhängnis gestört werde. Wie Partikularität, vor Profanation schaudert, was in ihrem Selbstwerden als Überlieferung wirksam war; es seien am Ende selbst die übermächtigen Verhältnisse wirklich von Menschen gemacht und von ihnen abzuschaffen.


Fussnoten:

(1) Vgl. Martin Heidegger, Aus der Erfahrung des Denkens, a.a.O., S. 15.
(2) Karl Jaspers, Die geistige Situation der Zeit, 1931, 5. Aufl. Berlin 1947, S. 170.
(3) In dem Traktat über Identität und Differenz läßt Martin Heidegger, unachtsam für einen Augenblick, sich in die Karten sehen: »Doch nehmen wir einmal an, die Differenz sei eine Zutat unseres Vorstellens, dann erhebt sich die Frage: eine Zutat wohinzu? Man antwortet: zum Seienden. Gut. Aber was heißt dies: 'das Seiende'? Was heißt es anderes als: solches, das ist? So bringen wir denn die vermeintliche Zutat, die Vorstellung von der Differenz, beim Sein unter. Aber 'Sein' sagt selber: Sein, das Seiendes ist. Wir treffen dort, wohin wir die Differenz als angebliche Zutat erst mitbringen sollen, immer schon Seiendes und Sein in ihrer Differenz an. Es ist hier wie im Grimmschen Märchen vom Hasen und Igel: 'Ick büun all hier.'« (Martin Heidegger, Identität und Differenz, Pfullingen 1957, S. 60.) Was hier von der sogenannten ontologischen Differenz, mit Hilfe einer recht primitiven Hypostasis der Kopula, gesagt wird, um die ontologische Vorgängigkeit jener Differenz ins Sein selber zu verlegen, ist in Wahrheit die Formel von Martin Heideggers Methode. Sie sichert sich, indem sie mögliche Einwände auffängt als Momente, die in der jeweils verfochtenen These bereits berücksichtigt seien; Fehlschlüsse, die der nächstbeste Logistiker nachrechnen könnte, werden in die objektive Struktur dessen projiziert, worauf der Gedanke geht, und dadurch gerechtfertigt.

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