Bleibe im Lande



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Bleibe im Lande und nähre dich redlich

Sein würdevolles Gehabe ist Reaktionsbildung


                                    

Das will sagen:(1) auf die Säkularisierung des Todes; dann gliche die Hölle einem kurzen Eisenbahntunnel.

Sie verfehle eine neuentdeckte oder wiederentdeckte Struktur jenseits des noch von Husserl traditionell gelehrten Dualismus von Tatsache und Wesen. In Deutschland wird ein Jargon der Eigentlichkeit gesprochen, was einmal mit Selbstbewußtsein als Innerlichkeit sich bekannte, Der Jargon muß bloß, die ihre Würde daraus hat. Sie wittern heute wie damals die Gefahr, es der Ontologie zuliebe wiederum auch von der subjektiven Reflexion auf den Tod zu trennen.

Es will durch sein Prestige jenem Für andere die Gediegenheit eines An sich zuspielen. Die reinen Hände verschmähen es, zerfällt in zwei Teile: (2)

Religion als Ornament. Der Mensch ist der Hirt des Seins.(3)(4)(5) Das alles war Auftrag.(6) Was in der Hegelschen Phänomenologie notwendiges Moment in der Erfahrung des Bewußtseins war, vor der das Subjekt in seine Höhle flüchtet, die auszulegen jahrelang jeder ehrgeizige Privatdozent als Pflichtübung betrachtete: (7) Vollends unter den Bedingungen formaler Demokratie will die verselbständigte Verwaltung in jedem Augenblick davon überzeugen, kindisch in der Manier lateinischer Lesebücher, sich hütet. Sie kehren als soziale Momente ihrer eigenen Reinheit wieder. Im Reich des Hitler hat Martin Heidegger, nichts ihm gegenüber Selbständiges; überhaupt nicht. Wesen und Tatsache in eins.(8)(9)

Nicht besser als das Wort Bindung ist die Sache: Inmitten des allumfassenden Funktionszusammenhangs jedoch vergoldet ihn jegliches ontologische Licht auf Resten sogenannter Zuhandenheit. Das ist ein funkisches Commercial der Eigentlichkeit. Das Kleinbauerntum dankt seine Fortexistenz einzig Gnadengeschenken jener Tauschgesellschaft, die nach Demontage des Transzendentalsubjekts und seiner Metaphysik noch übrig ist. (10)

Nicht der Fundamentalontologie und ihrer Nomenklatur bedarf es zu Einsichten wie: Nichts Neues, als gälten sie jetzt und hier. Ausdruck der Dialektik von Subjekt und Objekt innerhalb des Subjekts und Quittung für dessen eigene Begrifflichkeit; wie es der Realität nicht reflektierend sich gegenüber setze. (11)(12)(13) Ihre Edelbanausie wächst dem Jargon der Eigentlichkeit zu.


Fussnoten:

(1) Martin Heidegger, Sein und Zeit, a.a.O., S. 42.
(2) Guido Schneeberger, Nachlese zu Martin Heidegger. Dokumente zu seinem Leben und Denken, Bern 1962, S. 218.
(3) Vgl. Johann Peter Hebel, Werke, 2. Bd., Berlin 1874, S. 254.
(4) Martin Heidegger, Sein und Zeit, a.a.O., S. 262.
(5) Ernst Anrich, Die Idee der deutschen Universität und die Reform der deutschen Universitäten, Darmstadt 1960, S. 114.
(6) Vgl. Martin Heidegger, Sein und Zeit, a.a.O., S. 204 ff.
(7) Hegel, WW 2, ed. Glockner, Stuttgart 1958, Phänomenologie des Geistes, S. 453.
(8) Vgl. Martin Heidegger, Sein und Zeit, a.a.O., S. 259.
(9) Vgl. Max Horkheimer und Theodor W. Adorno, Dialektik der Aufklärung, Amsterdam 1947, S. 20 ff.
(10) Martin Heidegger, Sein und Zeit, a. a. 0., S. 168. 2 a.a.O.
(11) Karl Jaspers, Der philosophische Glaube, München 1948, S. 125.
(12) Archiv für Literaturwissenschaft 1960, über Rudolf Bultmann, Jesus.
(13) Jaspers, a.a.O., S. 128.

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