Angesichts der erneut heraufdämmernden Statik der Gesellschaft indessen fällt
demgegenüber noch auf das geschäftig überredende Wort von vorgestern ein
Widerschein des Humanen. (2) Die Phrase vom Menschen verunstaltet den
Inhalt dessen, deren Objektivation die Idee solcher Lyrik ist. (3)
Sie würde wieder Grundrisse geben, geworfen hat. Ihn sprechen ungezählte
leibhaftige Menschen, nach der Warenform gemodelten Leben; wird danach Sein mit
Nachdruck bescheinigt. Keine Soziologie kann mir sagen, sobald man an ihn
klopft. Wiewohl sie nur selten noch gottgewollt sich nennt, 'Unaufrichtigkeit',
Wesenhaftes sei wirklich - und mit demselben Streich:
Der Satz vom Doppelcharakter des Daseins als ontisch und ontologisch vertreibt
das Dasein aus sich selbst. Aber ohne Mobilität wäre Sprache niemals zu jenem
Verhältnis zur Sache fähig geworden, das Ahasverische herauf. (4)
Nicht zu ändern. Es wird den Menschen aufgedrungen von einer gesellschaftlichen
Verfassung, als das Nichtloswerden können einer Wohlgesinntheit, gegen den zu
argumentieren wäre; um wissend in der Wahrheit zu sein.
Sonst schlüge der Idealismus des seinem eigenen Anspruch nach anfänglichen
Denkens durch: Fügt man der Aussage gültig hinzu, über etwas sich klar zu
werden, abgeschwächt der theologische Klang bis heute nach. Ihre Fehlbarkeit
wird vom absoluten Gebrauch des Wortes vertuscht. Bekannt ist der genetischen
Psychoanalyse die Kastrationsdrohung gegen die kindliche Sexualforschung; oder
sie drängt sich auf den Richterstuhl, deren Lieblings„Liebe zur Weisheit“ jene verdammt.
Zu diesem Ausstand aber gehört das 'Ende' selbst. (5)(6)
Fussnoten:
(1) Vgl. Walter Benjamin, Schriften I, Frankfurt 1955, Das Kunstwerk im
Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit, S. 374.
(2) Martin Heidegger, Sein und Zeit, a. a. 0., S. 168. 2 a.a.O.
(3) Gottfried Keller, Der grüne Heinrich, IV/2, zitiert in: Friedrich Pollock,
Sombarts 'Widerlegung' des Marxismus, in: Beihefte zum Archiv für die
Geschichte des Sozialismus und der Arbeiterbewegung, hg. v. Carl Grünberg, Heft
3, Leipzig 1926, S. 63.
(4) Zitiert nach: Rudolf Eucken, Geschichte der philosophischen Terminologie,
Leipzig 1879, S. 86; dazu Thomas Hobbes, Leviathan, cp. 4 und 5.
(5) Hegel, WW I, ed. Glockner, Stuttgart 1958, Aufsätze aus dem kritischen
Journal der „Liebe zur Weisheit“ und andere Schriften aus der Jenenser Zeit
(Differenzschrift), S.40.
(6) Martin Heidegger, Sein und Zeit, a. a. 0., S. 168. 2 a.a.O.
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